Stellenanalyse

Leitfaden

Mitarbeiter finden im Handwerk.

Kurz gesagt

Handwerksbetriebe finden Mitarbeiter am besten über mehrere Wege gleichzeitig: Empfehlungen aus dem eigenen Team, klare Stellenanzeigen mit Gehalt und Anzeigen auf Instagram und Facebook, die auch Fachkräfte erreichen, die gerade nicht suchen. Entscheidend ist, dass Bewerber sich schnell per Handy melden können und innerhalb weniger Tage einen Rückruf bekommen.

Wie ist die Lage am Arbeitsmarkt im Handwerk?

Angespannt, auch wenn die Wirtschaft schwächelt. Laut KOFA konnten 2025 im Handwerk rechnerisch knapp 100.000 offene Stellen nicht besetzt werden, 59 von 115 Handwerksberufen hatten Engpässe.1 Die Bundesagentur für Arbeit zählt für 2025 insgesamt 157 Engpassberufe, darunter Berufe in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, in der Bauelektrik und im Metallbau.2

Gleichzeitig waren 2025 gut 4,6 Millionen Menschen arbeitsuchend gemeldet. 54 Prozent von ihnen hatten aber keine abgeschlossene Berufsausbildung.2 Für Stellen, die einen Gesellenbrief verlangen, hilft das wenig.

Welche Wege gibt es, Mitarbeiter im Handwerk zu finden?

Es gibt sechs gängige Wege. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wen Sie erreichen, was es kostet und wie viel Arbeit bei Ihnen bleibt. Sinnvoll ist meist eine Kombination aus zwei oder drei Wegen. Die Tabelle zeigt die Wege im Überblick.

WegWen Sie erreichenKostenIhr AufwandGut zu wissen
Empfehlungen aus dem TeamBekannte Ihrer MitarbeiterGering, oft mit PrämieGeringGute Treffer, aber selten genug für mehrere Stellen
JobbörsenNur Leute, die gerade suchenPro Anzeige oder KlickMittel, Sie sortieren selbstViele Fachkräfte tauchen dort nicht auf
ArbeitsagenturArbeitsuchend gemeldete PersonenKostenlosMittelMehr als die Hälfte der Arbeitsuchenden hat keine Berufsausbildung
Social RecruitingAuch Fachkräfte, die nicht suchenAgentur und Werbebudget bei MetaGering mit AgenturErreicht Leute dort, wo sie täglich sind
PersonalberatungNetzwerk des BeratersIm Schnitt 27,5 % des ZieleinkommensGeringFür einzelne Schlüsselstellen
ZeitarbeitPersonal des VerleihersStundensatz mit AufschlagGeringZum Überbrücken, nicht auf Dauer

Honorar Personalberatung: Durchschnitt 2024 laut BDU.3 Anteil Arbeitsuchende ohne Berufsausbildung: Bundesagentur für Arbeit, 2025.2

Warum reichen Stellenanzeigen oft nicht?

Weil die meisten guten Fachkräfte nicht suchen. Ein Anlagenmechaniker mit festem Job schaut nicht täglich auf Jobbörsen. Er scrollt abends durch Instagram und Facebook. Stellenanzeigen erreichen deshalb vor allem Leute, die gerade aktiv einen neuen Job suchen.

Dazu kommt der Inhalt. Viele Anzeigen beschreiben Aufgaben und Anforderungen, lassen aber weg, was Fachkräfte vergleichen: Gehalt, Fahrzeug, Arbeitszeiten, Notdienst und wer der Ansprechpartner ist.

Was können Betriebe selbst tun?

Sechs Dinge bringen schon ohne Budget viel. Sie machen Ihren Betrieb für Bewerber verständlicher und sorgen dafür, dass Interessenten nicht unterwegs abspringen. Die Reihenfolge entspricht dem Weg, den ein Bewerber geht.

  1. Muss-Kriterien festlegen. Schreiben Sie auf, was ein Bewerber unbedingt mitbringen muss. Alles andere ist verhandelbar.
  2. Gehalt nennen. Ein Gehaltsrahmen sorgt dafür, dass sich vor allem Leute melden, für die das Angebot passt.
  3. Eine Karriereseite haben. Wer Ihren Betrieb googelt, sollte offene Stellen und Ihr Team sofort finden.
  4. Bewerbung per Handy ermöglichen. Kein Anschreiben, keine Unterlagen im ersten Schritt. Name, Telefonnummer und drei Fragen reichen.
  5. Schnell zurückrufen. Gute Leute haben mehrere Angebote. Wer sich erst nach einer Woche meldet, ist oft zu spät.
  6. Das Team fragen. Empfehlungen aus dem eigenen Team passen oft am besten, eine Prämie hilft dabei.

Wann lohnt sich Hilfe von außen?

Wenn eine Stelle seit Wochen offen ist, Aufträge liegen bleiben und die eigenen Wege nichts bringen. Dann lohnt sich ein Weg, der Fachkräfte erreicht, die nicht suchen, und der Ihnen die Vorauswahl abnimmt. Genau dafür haben wir das 21-Tage-Recruiting für SHK-Betriebe gebaut: Wir prüfen jeden Bewerber am Telefon, und Sie bekommen nur Kandidaten, die Ihre Muss-Kriterien erfüllen.

Mitarbeiter finden nach Beruf

Jeder Beruf hat eigene Muss-Kriterien und eine eigene Lage am Markt. Für SHK-Betriebe haben wir die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Weitere Berufe folgen.

Häufige Fragen

Wie finde ich schnell Mitarbeiter im Handwerk?

Am schnellsten geht es mit mehreren Wegen gleichzeitig: Empfehlungen aus dem Team, eine klare Stellenanzeige mit Gehalt und Social Recruiting über Instagram und Facebook. Wichtig ist, dass Sie jeden Bewerber innerhalb weniger Tage zurückrufen.

Warum bewirbt sich niemand auf meine Stellenanzeige?

Gute Fachkräfte sind meist fest angestellt und suchen nicht aktiv. Auf Jobbörsen tauchen sie deshalb kaum auf. Dazu kommt, dass viele Anzeigen das Wichtigste weglassen: Gehalt, Fahrzeug, Arbeitszeiten und wer der Ansprechpartner ist.

Kann man über Instagram und Facebook Handwerker finden?

Ja. Dort sind auch Gesellen und Monteure unterwegs, die gerade keinen Job suchen, aber offen für ein besseres Angebot sind. Anzeigen lassen sich auf den Umkreis Ihres Betriebs begrenzen. Wichtig ist, dass die Bewerbung per Handy in wenigen Minuten geht.

Was kostet es, einen Mitarbeiter über eine Personalberatung zu finden?

Laut Bundesverband Deutscher Unternehmensberater lag das durchschnittliche Honorar von Personalberatungen 2024 bei 27,5 Prozent des Zieleinkommens. Bei einem Jahresgehalt von 45.000 Euro wären das rund 12.400 Euro.

Wie viele Stellen im Handwerk sind unbesetzt?

Laut KOFA, dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, konnten 2025 im Handwerk rechnerisch knapp 100.000 offene Stellen nicht besetzt werden. 59 von 115 Handwerksberufen hatten Engpässe.

Sprechen wir über Ihre offene Stelle.

20 Minuten am Telefon. Danach wissen Sie, ob Ihre Stelle in 21 Tagen machbar ist.